Mittwoch, 21. Juli 2010
Dienstag, Mittwoch 20.-21.07.2010
Plötzlich fällt allen auf, dass noch einige Dinge auf ihrer Andenken und Mitbringeselliste abzuhaken sind, so pilgern wir also nochmal los um Guaven, Getränkepulver, Maniok andere natioale Spezialitäten einzukaufen. Als wir zurck waren wurden wir bereits von Maistre Ratto und einem seiner Schüler erwartet, die die von uns bestellten Berimbaos im Gepäck hatten. Mit deren Hilfe fand jedes Berimbao einen passenden Träger ( Nach der brasilianischen Legende ). Nachdem wir uns noch etwas in unserem Spiel geübt und uns einige letzte Tips abgeholt hatten entpannten wir unsere Instrumente und packten sie zum restlichen Gepäck. Nachdem wir das erledigt hatten kamen gerade Elena und Flo mit dem Mitagessen zurück. Es gab wie immer reis mit Bohnen Spaghetti maniok und Fleisch und obwohl wir genau das nunmehr seit knapp 12 Tagen zu uns nehmen wird es auf seltsame Weise einfach nicht langweilig. Wir werden es sogar vermissen. Gesättigt und müde vom Essen genossen wir unseren letzten Minuten Freilauf auf ganz unterschiedliche Weise: Da wurde in der Sonne auf der Terrasse entspannt, ein letztes mal in der Hängematte gelegen, ein Nickerchen gemacht, die letzten Sachen gepackt und mit den Brasis gequatscht, die sich nach der Berimbaoauswahl auf dem Sofa breitgemacht hatten.
Später machten wir uns dann auf zum Flughafen. Dort angekommen wurde uns angeboten unsere Flüge aufgrund von mangelnder Zeit beim Umsteigen in Lissabon umzubuchen. Das hieß, dass wir in Lissabon statt einer Stunde nun sieben Stunden Aufenthalt hatten und somit auch erst gegen 20 Uhr abends in Berlin-Tegel ankommen würden.
Am Flughafen verabschiedeten wir uns unter Tränen von Felipe, Janderson und Pietra, die uns zum Flughafen begleitet hatten. Allen von uns fiel der Abschied sehr schwer, weil keiner von uns weiß, ob und wann es ein Wiedersehen geben wird. Aber wir hoffen darauf.
Jetzt sitzen wir gerade in Lissabon in einem kleinen Cafe, draußen in der Sonne und warten auf unseren nächsten Flug. Immerhin haben wir aufgrund der Verspätung von der Fluggesellschaft TAP einen Essensgutschein über 16 Euro pro Person bekommen, den die meisten von uns vorhaben bei McDonalds zu verprassen.
Wir machen jetzt Flugzeugparty. Hauta rein, bis heut Nacht!
Montag, 19. Juli 2010
Montag, 19.07.2010
Der Tag war für eingige der absolute Höhepunkt.
Heute hatten wir ein ganz entspanntes Programm, wir haben ausgeschlafen und sind dann gegen elf ins Projekt in die Comunidade oder Favela gefahren. Auf dem Weg hatten wir eine lustige Begegnung mit dem Angestellten im Bus, der am Eingang (hinten im Bus) die Karten verkauft. Dieser fing nämlich an auf Deutsch zu zählen, während unsere Gruppe sich nach und nach durchs Drehkreuz schob und sorgte somit für Belustigung unsererseits. Im Projekt angekommen kochten wir alle gemeinsam nach dem Gruppeneinkauf. Es gab einen riesigen Nudeltopf, Kartoffeln mit Fleisch und Sauce, Bohnen, Reis und Salat. Als Nachtisch kredenzten wir 2 kalte Wassermelonen. Ein weiteres Highlight waren die selbstgemachten Säfte aus Guaven und Maracujas. Gekocht wurde gemeinsam und da nicht alle gleichzeitig in der Küche platz hatten, vertrieben wir uns die Zeit mit trommeln und tanzen. Alles in allem war es ein toller Tag, den wir mit all den bekannten Gesichtern verbrachten. Doch wie es mit allen tollen Tagen leider ist, war auch dieses Exemplar viel zu schnell vorbei. Vor allem weil wir um 5 (eine Stunde vor Sonnenuntergang) das Feld räumten, da wir nicht in der Dunkelheit in der Favela herumstiefeln wollten. Wir haben allerdings festgestellt, dass die Favela weit entfernt von dem war, was wir uns vorgestellt hatten, es gab richtige gemauerte Häuser und alles in allem wirkte es auch nicht abweisend kalt oder feindlich sondern viel mehr wie eine große alternative Wohngemeinschaft. Dieses Bild wurde von den kleinen familienbetriebenen Einraumsupermärkten nur noch unterstrichen.
Als wir, während der Bus holpernd davonratterte, unsere winkenden Freunde durch die Rückscheibe entschwinden sahen, wurde uns allen schmerzlich bewusst, wie schnell die Zeit insgesamt wieder vergangen war und dass wir die Tatsache, dass uns morgen eine mehr oder weniger endgültige Trennung bevorsteht, verdrängt hatten. Zum Glück sehen wir wenigstens einige von ihnen morgen noch einmal wieder, bevor es wirklich ernst wird.
Bei der Rückfahrt war die Stimmung eher gedrückt angesichts der näherrückenden Rückreise, die wie ein Damoklesschwert über uns schwebt. Auch die Tatsache, dass der Bus so leer war wie noch nie und wir alle sitzen konnten, hellte die Stimmung nur wenig auf.
Plötzlich wird einem klar, wie wertvoll die Zeit, die wir gerade hier verbringen,a für jeden von uns ist, denn wir haben alle beeindruckende Bekanntschaften gemacht, viel voneinander gelernt und Freunde gefunden.
Sonntag, 18. Juli 2010
Sonntag, 18.07.2010
der heutige Tag stand im Zeichen des Festivalabschlusses und der Verabschiedung, die am Praia do Futuro stattfand. Unsere Trommeln wurden mit fünf verschiedenen Autos dorthin transportiert, während wir nach dem Frühstück den öffentlichen „Kamikaze-Bus“ nahmen.
Nach einem kurzen Bad im Meer, packten wir unsere Sachen aus und begannen die Capoeirastunde auf der Wiese zu begleiten. Dazu spielten mehrere Capoeiramestres Berimbaus, Atabaques und auch zwischendurch unsere Agogos oder Tambourims. Positiv überrascht waren wir auch, als sich Strassenmusiker mit Trommel und Flöte zeitweilig zu uns gesellten und mitspielten.
Anschließend verbrachten wir den Großteil des restlichen Tages mit Sonnenbaden, Wellenreiten und „Sonnenbrandverhüten“.
Am Abend gönnten wir uns noch einmal einen Besuch in einem Restaurant an der Strandpromenade, zu dem wir direkt vom Strand fuhren. Allerdings mussten wir eine Weile laufen, weil wir zwei Stationen zu früh aus dem Bus gestiegen waren.
Nach dem Essen besuchten wir noch den Markt an der Beira Mar in der Hoffnung, noch ein paar Dinge erwerben zu können.
Morgen werden wir ein Projekt in einer Favela besuchen und kennenlernen.
Bis zum nächsten Post!
Samstag, 17.07.2010
Nach einem entspannten Morgen mit ein bisschen mehr Schlaf und einem ausgiebigen Frühstück teilten sich die Wege unserer Truppe. Die Einen blieben im Haus, um sich von den letzten Tagen ein bisschen zu erholen, die Anderen gingen in die Halle und nahmen an einer Capoeirastunde teil. Direkt im Anschluss gab es eine Berimbaustunde mit Mestre Rafael Magnata, der durch Unterrichtsgestaltung das Berimbauspielen besonders interessant gestaltete.
Danach ging es, noch vom workshop verschwitzt und erschöpft, zum Mittagessen.
Am Nachmittag lagen wir in unserern neu erworbenen Hängematten und sparten unsere Kräfte für den abendlichen Auftritt. Gegen 7 Uhr am Abend gingen wir dann runter in die Halle, da um diese Uhrzeit ein Puppenspiel gezeigt wurde, das von den Jugendlichen aus dem sozialen Projekt von Agua de Beber insziniert wurde. Im Anschluss spielte eine Band von Agua die Beber. Die für
das Theater aufwendig an der Klappleiter aufgebaute Lichtanlage wurde wieder abgebaut, sodass die Band im Dunkeln spielen durfte: Dies ist ein Musterbeispiel des brasilianischen Organisationstalent.
Danach waren wir an der Reihe. Wir hatten zwar wieder Licht, jedoch mangelte es jetzt an Zuschauern, die während dem Auftrtitt der ersten Band gegangen waren. Wir ließen uns jedoch davon nicht stören, fingen an zu spielen und sofort kamen die Leute in Partystimmung und fingen an zu tanzen. Sie forderten sogar noch eine Zugabe, die wir mit einer Runde Batucada lächelnd spielten.
Danach trennte sich unsere Gruppe erneut, da die Einen fröhlich, jedoch erschöpft von einem gelungenem Auftritt nach Hause gingen und die Anderen noch in der Halle blieben und mit vielen anderen bis in die Morgenstunden zu brasilinischer Musik tanzten.
P.S. ein paar wollen hier bleiben!
Grüße übern großen Teich!
Freitag, 16. Juli 2010
Freitag 16.07.2010
nach nicht allzu frühem Aufstehen, und einem entspannten Frühstück, wollten wir an einem Capoeiraworkshop teilnehmen, doch wir wurden auf der Terrasse von einem so starken Dauerregen überrascht, sodass wir das Haus nicht verlassen konnten! Bereits um 3 Uhr morgens und vor dem Aufstehen hatte es stark geregnet und zwang uns, die Wäsche zu retten!
Erst nach langem Warten gelang uns der Aufbruch zu Agua de Beber, um den „Brasis“ einen Trommelworkshop zu geben, der mit Freude angenommen wurde!
Nach dem Mittagessen nahmen wir an einem Tanzworkshop teil, bei dem uns traditionelle Tänze Brasiliens praktisch und mit viel Elan gezeigt wurden.
Anschließend machten wir einen kleinen Abstecher in die Pension, um zu duschen und uns auszuruhen, um bei der folgenden Capoeirgürtelverleihung fit zu sein.
Natürlich wurden uns keine Gürtel verliehen, aber Elena und Florian wurden „befördert“.
Natürlich durfte an diesem „Regentag“ während der Verleihung der übliche Starkregenguss nicht fehlen. Da das Dach der Capoeirahalle von Agua de beber nicht komplett dicht ist, wurden auch unsere Trommeln und Taschen nass. Aus diesem Grund nahmen wir letztere nach der Rohda, bei der sogar wir als absolute Nichtskönner auf Wunsch Mestre Ratos teilnehmen mussten, mit nach oben.
Wahrscheinlich wird jetzt noch das üliche Abendprogramm und anschließend die Bettruhe folgen.
Donnerstag, 15. Juli 2010
Donnerstag, 15.07.2010
jetzt ist schon wieder ein Tag vergangen. Wir sind entspannt gegen halb neun aufgestanden und nach einem nahrhaften Frühstück zu Agua de Beber gegangen. Der Vortrag über afrikanische Kosmovision, den wir uns anhörten, war zwar interessant aber schwierig zu verfolgen, weil wir parallel zum Vortrag immer der Übersetzung lauschen mussten.
Nach dem üblichen Mittagessen machten wir uns auf zur „großen“ Shoppingtour in den Hängemattenladen. Dort erstanden wir insgesamt 8 Matten für ca. 300 Reais statt für fast 450. Wir verspürten also ein „Händlerseelenglücksgefühl“ und gingen froh zum Strand, weil der nächste Vortrag beim Projekt nicht so spannend zu sein schien. Nach Wellenbaden, Capoeira am Strand und Genießen des Sonnenuntergangs kamen wir zurück in unserer Pension. Anschließend ging es zum Capoeira-Workshop in der Sporthalle mit einem eingeladenen Mestre. Dieser Unterricht war größtenteils auch für uns Anfänger geeignet und sehr spannend und anstrengend. Geschafft verließen wir nach etwa 3 Stunden die Halle von Agua de Beber und nahmen in der Pension noch ein kurzes Abendessen und werden jetzt demnächst schlafen gehen.
Mittwoch, 14. Juli 2010
Mittwoch, 14.7.'10
Der Tag fing schon spannend an und zwar nachts, denn Vincent und Jan schliefen draußen in Hängematten und waren dort dem unbändigen brasilianischen Wind und der eisigen Kälte ausgesetzt. Aber mal abgesehen von der Kälte haben die beiden das Hängemattenschlafen für sich entdeckt. Von dieser Idee beseelt wollen nun auch die anderen Tebras nachziehen und eine abenteuerliche Nacht in der Hängematte verbringen. Nach einem ausgiebigen Frühstück gingen wir ins Projekt, um dort einen Trommelworkshop zu geben, der (Überraschung) nicht zustande kam, dafür aber ein Vortrag von Manni über die Ufafabrik, deren Gründung und die Ideale, die dahinterstehen. Nach einer kurzen Mittagspause und frei gestalteter Zeit, sowohl zuhause also auch im Projekt, aßen wir eine große Kleinigkeit in unserem angestammten Restaurant mit dem Buffet. Direkt im Anschluss nahmen wir an einem Berimbauworkshop teil, der uns allen sehr viel Spaß machte, sodass wir einstimmig beschlossen, ihn um eine zweite Stunde zu verlängern, wann auch immer das sein mag. Wir werden das wohl spontan entscheiden.
Der kreolische Trommelworkshop folgte sogleich. Für ihn mussten wir zunächst einmal die Trommelfälle an einem eigens dafür entfachten Feuer erwärmen. Der Workshop war interessant, alle wurden mit einbezogen, entweder beim Trommeln, Tanzen oder Singen, aber nach ca. 2 Stunden hatten wir dann doch genug.
Nun waren wir etwas geschafft, weshalb wir eine Duschpause in der Pension einschieben mussten.
Um sechs Uhr wurde es wieder einmal schlagartig dunkel und kurz darauf gingen wir schon wieder ins Theater, um uns die heutige Show anzusehen. Wir waren entspannt, weil uns selbst kein Auftritt bevorstand.
Das Tanztheater der Sklavengeschichte begann entgegen der brasilianischen „Gepflogenheit“ schon recht pünktlich. Bei der Show wurde viel Akrobatik, Tanz, Rhythmik und natürlich Capoeira dargeboten. Ein kleiner Höhepunkt war dabei Maculelé, bei dem sich zwei Brasilianer funkensprühend mit Macheten bekämpfen, natürlich ohne sich zu verletzen.
Zum Abendessen mussten wir uns von einem Strassengrill Hamburger mitnehmen, weil die Brötchen, die eigentlich vorgesehen waren, im Laufe des Tages bereits größtenteils verspeist worden waren. Doch das störte uns nicht.
Jetzt werden wir noch ein paar lustige Spielchen machen und versuchen, dass brasilianischen Dauerfernsehen bei voller Lautstärke zu ignorieren.
Wir sind schon gespannt, was uns der morgige Tag bringt und sind schon begierig, es abends wieder zu berichten.
Dienstag, 13. Juli 2010
Dienstag 13.07.2010
heute konnten wir mal ein bisschen länger schlafen, um uns für unseren grandiosen Auftritt am Abend ausruhen zu können. In Erwartung eines Soundchecks im Theater waren wir nach dem Frühstück bereit, sofort loszugehen. Die Probe fiel auf Grund von Unzuverlässigkeit ins Wasser und wurde auf den Nachmittag verlegt.
Stattdessen gingen wir mit einiger Verzögerung ins Stadtzentrum, kauften Souvenirs, testeten Hängematten und erwarben Postkarten. Anschließend schlugen wir uns beim 5-Reais Mittagessen den Bauch voll (heute gab es sogar Pommes gratis).
Als nächstes lernten wir in einem Workshop bei Agua de Beber eine Abé zu bauen, um sie dann dem Jugendprojekt von Agua zu schenken.
Doch anstatt die Instrumente zu Ende bauen zu können, wurden wir bereits nach dem Kürbisputzen zum Soundcheck „gezwungen“.
Dieser war schließlich relativ kurz, da alles so funktionierte, wie wir uns es vorstellten und Sound besser war als in der Sporthalle. Allerdings fing in der Ecke plötzlich eine Lampe an zu rauchen.
Zitat des Tages: „Hey Florian, übersetz mal: `Es brennt`!!“
Es stellte sich heraus, dass es sich nur um die Nebelmaschine handelte.
Dann verdrückten wir uns nach Hause, um uns noch mal kurz auszuruhen. Wegen Verständigungsproblemen verloren wir uns jedoch und mussten uns erst wieder suchen und finden.
Nun konnten wir wieder ins Theater gehen, um uns die Show anzusehen und uns auf den eigenen Auftritt vorzubereiten. Wir kamen pünktlich, aber natürlich begann alles erst wieder mit reichlicher Verspätung.
Schließlich konnten wir aber doch auftreten und wir hatten eine Menge Spaß und Erfolg. Es wurde leidenschaftlich getanzt, geklatscht und gejubelt.
Nun schreiben wir noch diese Zeilen und werden anschließend ins Bett fallen.
Weitere lustige Zitate:
- Manni nach dem Probieren eines Rohrzuckerdesserts auf die Frage: „Na, schmeckt’s super süß?“, „Nein, super scheiße.“
- Vincent in der Hängematte liegend nach dem einige über den „Stress geklagt“ hatten: „Der Stress kommt nicht bis in meine Hängematte.“
Montag, 12. Juli 2010
Montag, 12.07.2010
Heute sind wir extrem früh aufgestanden! Und wofür? Für nichts! Unsere Hauptbeschäftigung in Brasilien besteht aus warten! Wir waren pünktlich um halb 9 bei Agua de Beber in der Capoeiraschule um dort zu einem großen Fernsehauftritt zu erscheinen! Dieser fand jedoch OH wunder erst mit 12 stündiger Verspätung statt, die Kameraleute erschienen erst abends zur Präsentation! Wir nutzten die Unpünktlichkeit für eine Probe mit dem Berimbauorchester und einer Sängerin. Was sofort super funktionierte und mit großer Begeisterung aufgenommen wurde! Danach ging es los zu einer Stadtführung, die für die Gäste des Festivals organisiert wurde. Bei dieser Führung sahen wir Höhepüunkte Fortalezas: Die Kathedrale deren Bau 40 Jahre dauerte, den Indoormarkt, die Einkaufsmeile, das Tourismuszentrum und der Park mit historisch blutiger Vergangenheit!
Um 12:30 Uhr aßen wir schon für 5 Reais (umgerechnet 2,5 Euro) zu Mittag und liefen danach wieder zu unserer Pension um uns von den Strapazen zu erholen! Nach einigen Stunden Erholung in Bereitschaft, die wir mit Flip-Flop spielen, lesen, schlafen, Melone essen und wieder Flip-Flop spielen verbrachten, gingen wir um 18 Uhr zu unserem ersten geplanten Auftritt! Dieser fand jedoch wie zu erwarten nicht pünktlich statt, so dass wir Wetten auf die Verzögerung abschlossen!
Sobald wir anfingen zu spielen, setzten sich die Brasilianerinnen und Brasilianer durch gemeinschaftliches, leidenschaftliches tanzen in Szene. Anschließend gab es noch eine spontane Capoeirasession, die erst in der späten Nacht endete! Erschöpft vom Tag nahmen wir unser Abendessen, das aus Hot Dogs und Sandwiches bestand, diesmal zu Hause ein und fielen ins Bett!
Mit lieben Grüßen eure Tebras!
Ps: Kuriosität des Tages: Beim Warten an einer roten Ampel erteilte uns ein Mofafahrer absolution, das rote Signal zu ignorieren, was von den anderen Verkehrsteilnehmern gebilligt wurde!
Sonntag, 11. Juli 2010
Sonntag, 11.07.2010
heute war alles anders, vom Frühstück bis zur Tagesgestaltung.
Aufgrund des heiligen Sonntags, hatte fast kein Geschäft geöffnet und wir mussten unser Frühstück einem Motorradhändler abschwatzen! Nachdem wir den Kakerlaken alles weggeputzt hatten, machten wir uns auf den Weg zum ersten musikalischen Tag bei Agua de Beber in der Capoeiraschule! Als wir ankamen schraubten wir unsere Instrumente zusammen und begannen zu proben. Dies gestaltete sich jedoch als schwierig, da uns kein richtiger Verstärker für das Keyboard und die Gitarre zur Verfügung stand und wir so mit einer kleinen Anlage improvisieren mussten. Doch das war nicht das einzige Problem, denn beim Transport wurde eine Trommel verbeult und dadurch ein Resonanzfell zerstört, zu allem ärger viel uns noch auf das wir keine Ersatzfell eingepackt haben. Unsere Probe beendeten wir trotzdem mit viel Freude nach der langen Trommelabstinenz. Zwischendurch genossen wir ein von Elena und Florian organisiertes brasilianisches Mittagessen direkt im Proberaum.
Das Highlight auf dem nach hause Weg war der Eisladen bei dem wir aus 60 Eissorten wählen konnten! Von Acai über Crêpegeschmack bis Zitronentorte gab es alles dazu Marshmallowsoße und andere Kuriositäten.
Zu Hause angekommen wurde kurz geduscht und dann ging es wieder los zur Generalprobe und Festivalteilnehmerbesprechung.
Nachdem wir uns die Programmpunkte der anderen Teilnehmer angeguckt haben, haben wir mit dem Berimbaoorchester im Duett gespielt! Da es ein voller Erfolg war und die zuschauer spontan anfingen zu tanzen und wir gut mit einander harmonierten, bestimmten wir es zu unserem gemeinsamen Showfinale. Nach einem reichhaltigem Abendessen, dem ein kleiner Abendspaziergang über den Markt folgte, liegen wir nun erschöpft in unseren teilweise gemütlichen Betten.
Gute Nacht bis zum nächsten Beitrag eure Tebras!
Samstag, 10. Juli 2010
Samstag, 10. Juli 2010
heute war wieder ein sehr entspannter Tag, an dem wir nicht mit Trommeln „konfrontiert“ wurden. Stattdessen genossen wir Sonne, Strand, Meer und das 3:2 gegen Uruguay in der Strandbar.
Alles begann wie gestern mit einem guten deutschen Frühstück mit brasilianischen Früchten (Guave, Mango, Papaya und den besten Bananen). Danach machten wir uns auf den Weg zum Praia do Futuro (Strand der Zukunft). Das Highlight war die Fahrt mit dem öffentlichen Bus. Diese war nicht wie aus Berlin gewohnt pünktlich, entspannt und ungefährlich, sondern das absolute Gegenteil. Es geht damit los, dass der Bus nicht hält, wenn man nicht winkend auf die Straße springst. Beim Einsteigen sollte man sich beeilen, weil der Fahrer ohne Schließen der Türen losfährt und man droht, hinten heraus zu fallen.
Mit „Blessuren und Verletzungen“ stiegen wir an der glücklicherweise richtigen Haltestelle aus. Wir liefen die Strandpromenade entlang, suchten den Strandabschnitt unseres Vertrauens und wichen den uns heran winkenden Strandbarangestellten aus.
Am Strand angekommen, rissen wir uns die Leiber vom Kleid und fluteten uns in die Stürzen, weil wir einfach völlig mit den Ferven nertig waren!!!
Die Strömung war stark, die Wellen waren hoch und manchmal ging auch was in die Nase. Nachdem wir uns mit Salti und anderen Spielereien verlustiert hatten, gab es eine kleine Stärkung aus frischen Kokosnüssen. Danach gruben wir Marius und Konsti in den brasilianischen Sand ein und verliehen ihnen erotische Körperformen. Marianne die Meerjungfrau und Konstantin der fette Penner.
Anschließend gab es einen brasilianischen Spezialshake. Gemixte, eisgekühlte Acai-Frucht mit Milch und obendrauf Müsli. Schließlich mussten wir die Rückfahrt antreten, die, wie wir schon wussten, ziemlich abenteuerlich ausfiel. Als wir angekommen waren, gönnten wir uns eine kleine Dusche zur Abkühlung und gingen dann erfrischt los, um etwas zu essen. Es gab Feijoada: Reis, Bohnen und geschrotetes Maniok. Schlussendlich sahen wir uns noch eine Tanzperformance einer einheimischen Gruppe an, deren Präzision uns sehr beeindruckte. Doch wir waren einfach zu müde, um uns auch noch die Beiträge der anderen Teilnehmer anzusehen.. So sitzen wir jetzt im frischen Abendwind auf der Terrasse und schreiben euch. Die Sonne ist schon lange schlafen gegangen und wir gedenken, ihr bald zu folgen.
Zitat des Tages: Auf die Frage von Konsti an Elena: „Warum rauchst du eigentlich, wenn du Sport treibst? Das ist doch total widersprüchlich?“,
Marius Antwort darauf: Deswegen habe ich den Sport schon vor Ewigkeiten aufgegeben!
Freitag, 9. Juli 2010
Freitag 09.07.2010
Danach stärkten wir uns in einem Restaurant nahe dem Strand, wo wir uns an einem typischen brasilianischen Buffet bedienen konnten.
Anschließend gingen wir wieder in unser Haus, wo wir uns nach einer Dusche noch einen entspannten Nachmittag machten.
Heute Abend werden wir zu einem brasilianischen Kulturfest zu Ehren des heiligen São João gehen, das gleich hier bei uns im Ort stattfinden wird.
Donnerstag 08.07.2010
Wir waren gestern einfach viel zu müde um noch irgendetwas zu schreiben nach 19 Stunden Reisezeit. Gott sei dank gab es nach dem Flugzeugessen bei der Ankunft Pizza, die nach Örtlicher Zubereitungsart ohne Tomatensauce gemacht wird und stattdessen mit Ketchup und Mayonnaise geliefert wird. Die Aufenthaltszeit auf dem Flughafen verbrachten wir mit einem Papierflugzeugzeugbastel-und Weitflugwettbewerb. Wer beim Warten auf den nächsten Flug nicht einschlief, der vertrieb sich die Zeit damit die anderen Schlafenden möglichst kreativ zu ärgern und zu wecken, indem er den ihnen die Schnürsenkel verknotete oder ihm Beinhaare ausriss. Am Flughafen in Fortaleza wurden wir von drei Jugendlichen des Projektes empfangen und herzlich begrüßt ganz im Gegensatz zum unserem Empfang in der Pension, der tierisch schäbig ausfiel. Und das im wahrsten Sinne des Wortes. Wir haben außerdem gelernt, dass Vincent bei Schabenkontakt schreit, wie ein Mädchen. Wir fielen alle glücklich und total erschöpft in unsere recht komfortablen Betten und schliefen gut (bis auf die, die Kakerlakenalpträume hatten) bis zum nächsten Morgen.