Montag, 19. Juli 2010

Montag, 19.07.2010

Halli Hallo,

Der Tag war für eingige der absolute Höhepunkt.
Heute hatten wir ein ganz entspanntes Programm, wir haben ausgeschlafen und sind dann gegen elf ins Projekt in die Comunidade oder Favela gefahren. Auf dem Weg hatten wir eine lustige Begegnung mit dem Angestellten im Bus, der am Eingang (hinten im Bus) die Karten verkauft. Dieser fing nämlich an auf Deutsch zu zählen, während unsere Gruppe sich nach und nach durchs Drehkreuz schob und sorgte somit für Belustigung unsererseits. Im Projekt angekommen kochten wir alle gemeinsam nach dem Gruppeneinkauf. Es gab einen riesigen Nudeltopf, Kartoffeln mit Fleisch und Sauce, Bohnen, Reis und Salat. Als Nachtisch kredenzten wir 2 kalte Wassermelonen. Ein weiteres Highlight waren die selbstgemachten Säfte aus Guaven und Maracujas. Gekocht wurde gemeinsam und da nicht alle gleichzeitig in der Küche platz hatten, vertrieben wir uns die Zeit mit trommeln und tanzen. Alles in allem war es ein toller Tag, den wir mit all den bekannten Gesichtern verbrachten. Doch wie es mit allen tollen Tagen leider ist, war auch dieses Exemplar viel zu schnell vorbei. Vor allem weil wir um 5 (eine Stunde vor Sonnenuntergang) das Feld räumten, da wir nicht in der Dunkelheit in der Favela herumstiefeln wollten. Wir haben allerdings festgestellt, dass die Favela weit entfernt von dem war, was wir uns vorgestellt hatten, es gab richtige gemauerte Häuser und alles in allem wirkte es auch nicht abweisend kalt oder feindlich sondern viel mehr wie eine große alternative Wohngemeinschaft. Dieses Bild wurde von den kleinen familienbetriebenen Einraumsupermärkten nur noch unterstrichen.
Als wir, während der Bus holpernd davonratterte, unsere winkenden Freunde durch die Rückscheibe entschwinden sahen, wurde uns allen schmerzlich bewusst, wie schnell die Zeit insgesamt wieder vergangen war und dass wir die Tatsache, dass uns morgen eine mehr oder weniger endgültige Trennung bevorsteht, verdrängt hatten. Zum Glück sehen wir wenigstens einige von ihnen morgen noch einmal wieder, bevor es wirklich ernst wird.
Bei der Rückfahrt war die Stimmung eher gedrückt angesichts der näherrückenden Rückreise, die wie ein Damoklesschwert über uns schwebt. Auch die Tatsache, dass der Bus so leer war wie noch nie und wir alle sitzen konnten, hellte die Stimmung nur wenig auf.
Plötzlich wird einem klar, wie wertvoll die Zeit, die wir gerade hier verbringen,a für jeden von uns ist, denn wir haben alle beeindruckende Bekanntschaften gemacht, viel voneinander gelernt und Freunde gefunden.

3 Kommentare:

  1. Ihr Lieben,
    da hört man wirklich, wie schwer es euch langsam fällt, wieder an einen Abschied denken zu müssen. Leider sind 14 Tage in dieser Hinsicht immer viel zu kurz. Umsomehr solltet ihr die gesamte Zeit im Rückblick genießen und euch ein wenig auch wieder auf Berlin freuen, und die Familien und Freunde. Wir erwarten euch sehnsüchtig am Flughafen und freuen uns auf ein Wiedersehen.
    Sicher genießt ihr heute noch den Strand, dabei viel Spaß und bis bald,
    eure Margitta & Co.

    AntwortenLöschen
  2. Liebe Tebras, Abschied und Wiedersehensfreude liegen immer sooo dicht zusammen. Vielleicht hat manch einer von Euch sein Herz in Brasilien verloren.. Zum Glück ist die Welt und die Kontinente schon näher zusammengerückt als früher - Ihr könnt Kontakt halten und einen neuen Austausch planen.
    Wir freuen uns auf Euch! Habt eine gute Rückreise! Siss

    AntwortenLöschen
  3. A C H T U N G !!!
    Die Ankunft unserer TeBras verzögert sich, wegen Verspätung.
    Neue Ankunftszeit aus München ist 19:45 Uhr in Tegel.
    Die lassen uns ganz schön warten.
    Gruß - Margitta

    AntwortenLöschen